Pflegezeit - aushalten und gestalten
Gut war's, Helgas Fest zum Neunzigsten am letzten Dienstag. Ganz müde, aber glücklich ist die alte Dame am Abend schlafen gegangen. Helga ist die Mutter meiner Freundin Regina, lebt noch immer in ihrem alten Haus und will auf keinen Fall da raus. Auch, wenn es eigentlich zu groß für sie ist. Auch, wenn sie eigentlich nicht mehr allein leben kann.
Und fanden Abischag aus Schunem Bibelarbeit zu 1 Könige 1-2von Katrin Keita Wo immer Frauen Männer oder Männer Frauen pflegen, wo immer Männer Männer und Frauen Frauen waschen und anziehen, kann Sexualität im weiteren Sinne eine Rolle spielen. Wichtig ist, dass es insbesondere den Pflegenden gelingt, angemessen mit sexuellen Momenten umzugehen. Auch die Bibel erzählt von einer solchen Pflegebeziehung.
von Luise Metzler
Die Geschichte vom barmherzigen Samariter - ein Paradebeispiel für die hilfsbereite Zuwendung zu bedürftigen Mitmenschen. Eine Geschichte, die aber auch um die Grenzen der pflegenden Nächstenliebe weiß und dazu ermutigt, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
von Sabine Zoske
Innehalten, zur Ruhe kommen, Luft holen. Ohne schlechtes Gewissen Pause machen dürfen. Der biblische Psalm lädt zum erholsamen Schlafen ein - ein besonders schönes Geschenk Gottes, das ungeahnte Kräfte freisetzen kann.
Meine Seele, vergiss nicht
von Frauke Josuweit
Pflegebedürftigkeit ist nicht immer verbunden mit hohem Alter. Bei Krankheit und Behinderung sind auch jüngere Menschen auf Unterstützung durch Profis und Familie angewiesen. Dabei weiter selbstbestimmt zu leben, ist nicht nur nicht selbstverständlich, sondern muss immer neu erkämpft werden.
von Rita Büllesbach
An dieser Stelle lügt die Statistik nicht: Je älter wir werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir pflegebedürftig werden. Sich rechtzeitig mit dieser Möglichkeit auseinanderzusetzen und sich vorzubereiten, kann der Angst die Spitze nehmen. Vielleicht sogar entdecken lassen: Von anderen Menschen abhängig zu sein, muss nicht das Schlimmste sein.
von Christa Wewetzer
"Pflege ist Beziehungsarbeit", sagt Bischof Huber. Diese Arbeit ist jedoch innerhalb der Familien zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt: Nahezu 73 Prozent der Haupt-Pflegepersonen sind weiblich. Mit ihrer Bereitschaft zur Pflege bedürftiger Angehöriger gehen oft soziale Benachteiligung und gesundheitsliche Belastungen einher. Darum müssen politische Maßnahmen zur Sicherung der Pflege auch daraufhin geprüft werden, ob sie die bestehenden Ungleichheiten der Geschlechter festschreiben.
von Irmgard Herrmann-Strojanov
Es gibt viele gute Gründe, Pflegeaufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Gut organisierte private Pfege-Settings bieten die Möglichkeit, trotz intensiver Betreuung von Angehörigen den eigenen Alltag aufrecht zu erhalten. Lernen müssen alle Beteiligten dafür allerdings, Hilfe anzunehmen - aber auch ein in etwa ausgewogenes Verhältnis von Geben und Nehmen zu finden.
von Birgit Jaster
Alle an der Pflege Beteiligten können gewalttätig werden: Erkrankte, Pflegende, Angehörige. In der Regel nicht, weil sie es so wollen, sondern weil sie mit der Situation überfordert sind. Unter vielfältigsten, oft schweren Folgen erlebter Gewalt in der Pflege leiden die Opfer, aber auch die TäterInnen. Die Ursachen zu erkennen erhöht die Chance, den nächsten Ausbruch der Gewalt zu vermeiden.
von Heidrun Kopp
Diagnose Demenz. Hilflos versuchen Betroffene wie Angehörige oft, die Krankheit zu verstecken, so lange es geht. Dabei gilt: Je früher und offener sie reden, desto mehr können sie entlastet werden. Aber auch viele nicht persönlich betroffene Menschen haben Angst vor dem Umgang mit demenzkranken Menschen. Mit Hilfe einiger Grundregeln aber lässt sich eine Begegnung gestalten.
von Katharina Friebe
Über Demenz zu sprechen, fällt vielen unendlich schwer. In den letzten Jahren aber ist eine ganze Reihe guter Filme entstanden, die Zugänge zu diesem angstbesetzten Thema schaffen und Brücken für den Eintritt ins Gespräch bilden.
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