Wirtschaftskrise vernichtete 13 Millionen Jobs von Frauen


Mehr als 13 Millionen Frauen haben seit Beginn der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2008 laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ihren Job verloren. In den Entwicklungsländern habe der Abschwung vor allem im verarbeitenden Gewerbe Arbeitsplätze für Frauen zerstört, teilte die ILO am Dienstag in Genf mit.


In den reichen Ländern seien in den vergangenen vier Jahren Arbeitsplätze für Frauen zumal im Erziehungs- und Gesundheitswesen verloren gegangen, hieß es. Die ILO betonte, dass die Krise die Frauen stärker getroffen habe als die Männer. Prozentual hätten mehr Frauen als Männer ihren Job verloren. Damit habe sich ein langfristiger Trend verschärft, nachdem Arbeitslosigkeit unter Frauen häufiger verbreitet sei als unter Männern.


Die Internationale Arbeitsorganisation gab weiter an, dass 2012 der Anteil der Frauen in den sogenannten prekären Beschäftigungssituation höher sei als der Anteil der Männer in diesen Lagen. Bei Frauen liege der Anteil bei 50 Prozent, bei den Männern seien es 48 Prozent. Prekäre Beschäftigungen bieten den Arbeitnehmern keine soziale Absicherung. Oft handelt es sich bei den Betroffenen um Freischaffende, die zuwenig Geld für ihre soziale Absicherung verdienen. Im Jahr 2012 arbeiteten rund 17 Prozent der beschäftigten Frauen in Industriebetrieben, rund 33 Prozent der Frauen verdienten ihr Geld in der Landwirtschaft, rund die Hälfte der Frauen hatte ein Auskommen im Dienstleistungsbereich. (Evangelischer Pressedienst, 12. Dezember 2012)